Rennbericht vom Sonntag:

–rof- Der MSC Schweighausen hatte sich bei der 37. Motocross-Veranstaltung im Vorfeld vor ungewollten Witterungseinflüssen gefürchtet, aber weder allzu heftige Hitze noch vorausgesagte Gewitter trafen ein. Schwülwarmes Rennwetter und optimale Streckenbeschaffenheit war dem Motocross-Event gegönnt. Die letzten Rennen wirbelten mächtig Staub auf.   Rund 1.700 Zuschauer waren Zeuge einer rundum gelungenen 37. Auflage und hatten mehr oder weniger eine gesunde Gesichtsfarbe – rot-braun - bekommen. Drückende Temperaturen und im Besonderen die vielen WM-Viertelfinal-Nachfeiern machte der Veranstalter jedoch für den Zuschauerrückgang gegenüber dem Vorjahr verantwortlich.
In der Europaweit ausgeschriebenen Klasse, den beiden nationalen Klassen und in der Quad-Klasse waren insgesamt 65 Fahrer auf dem Pflingstbergkurs gestartet.

Der Rennverlauf:
In der internationalen Klasse waren 16 Motocrosser aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland am Start. Gefahren wurden drei Wertungsläufe mit je 12 Minuten plus zwei Runden. Deren Punkte addiert, ergab das Tagesergebnis.
Was nach zwei Durchgängen nach einem klaren Sieg des Schweizers Marc Nicolet aussah, war im dritten Lauf nach einem Sturz schnell zu Nichte gemacht. Hingegen konnte durch drei souveräne Laufleistungen Steffen Leopold aus Sulz am Neckar überzeugen und siegte in der Tageswertung vor dem Franzosen Romain Jacquiot auf Yamaha und dem Honda-Fahrer Maik Schaller aus Rudersberg. Kein Glück hatten die beiden Lokalmatadoren, die Gebrüder Müller aus Gengenbach. Nach einem Sturz von Udo Müller im ersten Lauf, verzichtete sein Bruder Marco nach einem 12. Platz auf einen weiteren Start.
National starteten 25 Fahrer und kämpften um Punkte zur Landesmeisterschaft von Baden-Württemberg. Auf Grund des Reglements des Deutschen Motorsportverbandes wurden hier zwei Halbfinale und ein Finallauf ausgetragen. Als Lokalmatadoren gingen hier gleich vier „Alemannen“ an den Start. Pierre Mark aus Kappel-Grafenhausen konnte den ersten Halbfinallauf klar als Laufsieger beenden. Teamkollege Philipp Künle war Dritter geworden. Beim zweiten Halbfinale war der Schweighausener Marco Zehnle vom Start vorne weg, musste sich aber um einen Platz zurückfallen lassen. Spannungsgeladen ging es folglich in das Finale. Gleich mit vier Lokalmatadoren war der MSC Schweighausen unter den ersten Zehn am Startgitter. Der Honda-Fahrer Joachim Stolz, im ersten Halbfinale nur Sechster, wusste die Positionskämpfe der Teamkameraden auszunutzen und setzte sich uneinholbar an die Spitze. Pierre Mark wurde Zweiter, Philipp Künle Fünfter, Marco Zehnle Achter und Patrick Bohnert Elfter.
Mit Spannung verfolgt wurde das Twinshock-Classic-Rennen. Mensch und Maschine muss in die Jahre gekommen sein, um starten zu dürfen, so die Ausschreibung. Die Maschine muss noch zwei Federbeine haben, hieraus der eigenwillige Name der Klasse. Gefahren wurden zwei Läufe, deren Addition das Tagesergebnis vermittelte. Harald Ott aus Heidenheim siegte souverän auf einer Oldie-Yamaha mit maximaler Punktzahl durch zwei Laufsiege. Die Folgeplatzierten Peter Amberger aus Haselbach und Anton Kutter aus Weißenhorn hatten zwar die gleiche Punktzahl erreicht, aber Amberger setzte sich durch einen besseren zweiten Lauf im Gesamtergebnis durch und wurde Zweiter.
Die Quad-Präsentation konnte erneut die Besucher begeistern. Der Clubfahrer Roland Sum aus Kirnbach, startete mit fünf weiteren Kollegen auf ihren vierrädrigen Motorrädern auf dem Pflingstberg. In den Rennpausen zeigten die Quadler, was mit ihren Sportgeräten möglich ist. Allerdings nicht unverkennbar, dass die Solisten einfach mehr Möglichkeiten gegenüber den Quad’s haben. Ein Massenstart der sechs Quad’s ließ keine Power-Wünsche offen. Eine unglaubliche Konzentration ist für die Beherrschung dieser Renn-Quads erforderlich, die rund 70 Pferdestärken wollen beherrscht sein, so der Organisator Roland Sum aus Kirnbach, zum Fahrverhalten auf einer Motcross-Strecke befragt.
Bei fast zu gutem Wetter, es regnete lediglich wie bestellt in der Nacht auf Sonntag zur natürlichen Streckenbewässerung , kann der MSC Schweighausen mit dem Besuch nicht ganz zufrieden sein. Dennoch 1.700 Zuschauer sahen packenden Motocross-Sport, bei optimalen Streckenverhältnissen.